
Zugspitze 2023
Unterwegs mit meinem Sohn
Im November 2023 machte ich mich mit meiner Metropolis für fünf Tage gemeinsam mit meinem Sohn auf den Weg zur Zugspitze. Es war meine erste längere Reise dieser Art – und ich ging sie auf eine gewisse Weise noch zu naiv an. Doch wie heißt es so treffend: Laufen lernt man durchs Fallen.
Mein Sohn saß hinten auf dem Roller, und schnell wurde mir bewusst, dass nicht nur die Maschine gefordert war, sondern auch ich als Fahrer eine große Verantwortung trug. Jeder Kilometer war geprägt von Konzentration und dem ständigen Bewusstsein, ein Kind sicher zu transportieren. Im Nachhinein betrachtet waren es sicherlich zu viele Kilometer für einen so jungen Sozius.
Und doch: Wir haben es geschafft.
Während der Fahrt saß mein Sohn erstaunlich entspannt hinter mir und schlief immer wieder ein. Dieses tiefe Vertrauen zwischen uns hat mich sehr berührt und zugleich nachdenklich gemacht. Es hat mir einerseits Ruhe gegeben, andererseits aber auch die Verantwortung und Gefahr sehr deutlich vor Augen geführt, die mit dieser Situation verbunden war.
Dieses Spannungsfeld aus Nähe, Vertrauen und Verantwortung hat sich tief in mir eingeprägt.
Meine ursprüngliche Motivation war eigentlich ganz einfach: Ich war oft in den Bergen unterwegs, aber noch nie auf Deutschlands höchstem Berg. Das wollte ich ändern. Doch aus diesem Vorhaben wurde mehr als nur eine Reise – es wurde eine intensive gemeinsame Erfahrung, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Leider kannte ich zu diesem Zeitpunkt die App „Find Penguins“ noch nicht, sodass es von dieser Reise keine dokumentierte Sammlung von Bildern und Eindrücken gibt – im Gegensatz zu meinen späteren Touren. Während der Fahrt kam zudem erschwerend hinzu, dass mein Visier beschädigt wurde, sodass ich die Strecke nur noch mit einer Motorradbrille weiterfahren konnte.


