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Ritte

30. & 31. Mai 2026

Meine erste Zweitagestour führte mich ins Sauerland.

Pascal, ein Freund aus alten Tagen und sehr erfahrener Motorradfahrer, begleitete mich spontan. Somit hatte ich gleich einen Privatlehrer inklusive. Von ihm sollte ich einiges lernen. Autobahn, Kurven, nasse Straßen, Sturm und Seitenwind waren die Themen dieser beiden Tage.

Zu Beginn der Tour fuhren wir über die Autobahn bis nach Soest. Die Autobahn und ich werden mit dem Motorrad wohl keine Freunde mehr werden. Ich mag sie einfach nicht. Wieder stellte sich ab etwa 110 km/h ein Gefühl von Unwohlsein und Schwindel ein. Mit der Zeit akklimatisierte ich mich jedoch und fuhr mithilfe des Tempomats meist um die 125 km/h. Spaß gemacht hat es mir trotzdem kaum.

Das änderte sich jedoch schlagartig, als wir die Autobahn verließen und bei herrlichstem Wetter zum Möhnesee fuhren. Von dort führte uns die Tour weiter nach Winterberg und anschließend zum Kahlen Asten. Zwischendurch blieb sogar noch Zeit für ein Powernapping auf einem Feld. Auch Kaffee beziehungsweise Mokka durfte natürlich nicht fehlen.

Am Abend erreichten wir unsere Unterkunft und belohnten uns mit ein paar kalten Bieren.

Bereits am Abend bereiteten wir uns wettertechnisch auf die Rückfahrt vor und stellten fest, dass für den gesamten Tag schwere Gewitter vorhergesagt waren. Am nächsten Morgen starteten wir gegen 10 Uhr und wurden zu den „Riders on the Storm“, die den Gewitterzellen ständig auswichen.

Ich hatte großen Respekt vor den nassen Straßen im kurvenreichen Sauerland, musste aber feststellen, dass ich mit der Zeit immer sicherer wurde und zunehmend Vertrauen in meine Tracer fasste. Das galt ebenso für trockene Kurven. Ich fuhr sie immer schräger und schneller, und aus Angst wurde nach und nach ein angenehmes Kribbeln im Bauch und ein echtes Glücksgefühl.

Insgesamt legten wir rund 600 Kilometer zurück. Es war eine wirklich gelungene Tour mit ausschließlich positiven Eindrücken. Ich bin jetzt schon heiß auf die nächste Tour, werde mich aber vermutlich noch etwas gedulden müssen.

Insgesamt bin ich in einem Monat etwa 2.000 Kilometer gefahren und habe den Eindruck, dass ich mich immer mehr an meine neue Tracer 7 gewöhne.

25. Mai 2026

Am Pfingstmontag, dem 25.05.2026, habe ich eine Tour unternommen, bei der ich zum ersten Mal mit meiner Tracer auf der Autobahn fahren wollte. Der Weg dorthin über Hünxe und Kirchhellen war sehr entspannt, und trotz der Hitze habe ich die Fahrt genossen.

Doch dann kam das Erlebnis Autobahn. Eigentlich wollte ich meine Tracer einmal bei höherer Geschwindigkeit fahren, doch ich hatte großen Respekt davor, über 120 km/h hinauszugehen. Bis 120 km/h war soweit alles in Ordnung, obwohl bereits hier die Geräuschkulisse sehr laut wurde.

Ab einer Geschwindigkeit von über 120 km/h setzte bei mir jedoch das Kopfkino ein, sodass ich zunehmend verunsichert war und nicht nur Respekt, sondern auch Angst verspürte. Einmal habe ich es bis 140 km/h geschafft, aber das war eher Krampf als Vergnügen.

Insgesamt bleibt für mich hängen, dass das entspannte Cruisen sehr viel Spaß macht, ich mich an höhere Geschwindigkeiten jedoch erst noch gewöhnen muss.

09. Mai 2026

Meine erste größere Tour führte mich über Haltern, Lünen, Münster, Nottuln und den Longinusturm wieder zurück nach Hause. Insgesamt waren es rund 230 Kilometer, die ich in etwa viereinhalb Stunden gefahren bin.

Vor dieser ersten längeren Strecke war ich ehrlich gesagt ziemlich nervös. Zu Beginn musste ich mich erst einmal „frei fahren“ und ein Gefühl für die Maschine entwickeln. Schnell merkte ich jedoch, wie souverän sich die Tracer 7 im Vergleich zur Metropolis anfühlt. Sie reagiert direkt, liegt stark in der Spur und vermittelt insgesamt ein deutlich reiferes und tourentauglicheres Fahrgefühl.

Besonders gefallen haben mir erneut die Streckenführungen über Calimoto – abwechslungsreiche Straßen, kleine Feld- und Waldwege mit immer wiederkehrenden schöne Landschaften (das Münsterland ist schon schön!).

Eine brenzlige Situation gab es allerdings auch: Gegen Ende der Tour hätte mich beinahe ein SUV im Kreisverkehr übersehen und abgeräumt. Nur durch eine schnelle und starke Bremsung konnte ich die Situation entschärfen, ansonsten wäre ich abgräumt worden. Wieder eine wichtige Erfahrung mehr.

Zum Ende der Fahrt merkte ich deutlich, wie anstrengend diese erste größere Runde doch war. Meine Knie und mein Hintern schmerzten ordentlich und ich war körperlich ziemlich erschöpft. Muskelkater am nächsten Tag inklusive.

Mein Fazit: eine gelungene erste Tour – aber auch eine wichtige Erkenntnis, künftig besser vorbereitet zu starten. Mehr Schlaf, bewusstere Pausen und das Ganze etwas ruhiger genießen, statt die Strecke zu ambitioniert zu fahren. Genau darum geht es für mich beim Motorradfahren schließlich auch: unterwegs sein, erleben und Schritt für Schritt wachsen.

§1 Schulgesetz NRW:
Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Dieses Recht wird nach Maßgabe dieses Gesetzes gewährleistet.

© Urheberrecht - Stefan Ritte

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