Wie ich zum Motorradfahren kam – oder warum mich das Motorradfahren fasziniert

Schon als kleiner Junge war ich von Motorrädern fasziniert. In den Urlauben mit meinen Eltern in Österreich entdeckte ich auf einem Bauernhof eine große Honda Goldwing. Für mich wirkte dieses Motorrad damals beinahe magisch. Obwohl mich der Besitzer nicht kannte, nahm er sich Zeit, erklärte mir die Maschine und ließ mich sogar probesitzen. In diesem Moment verstand ich als Kind: Motorräder sind etwas Besonderes – und Motorradfahrer irgendwie auch.

Auch später ließ mich diese Begeisterung nicht los. Einige Jungs aus der Nachbarschaft fuhren alte Puch- oder Zündapp-Mopeds, und jedes Mal wollte ich am liebsten sofort mitfahren. Wenn wir Glück hatten, durften wir selbst einmal eine kleine Runde drehen. Dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer hat mich früh geprägt.

Doch wie so oft im Leben kamen zunächst andere Dinge: Ausbildung, Studium, Familie, Verantwortung, drei Kinder und die finanziellen Verpflichtungen des Alltags. Der Wunsch Motorrad zu fahren blieb zwar immer da, rückte aber über viele Jahre in den Hintergrund.

Erst 2022 habe ich mich – auch dank der großen Ermutigung meiner Frau – entschieden, diesen Traum endlich anzugehen. Ohne Führerschein und nahezu ohne Erfahrung kaufte ich mir eine Peugeot Metropolis 400 Black Edition. Rückblickend war das durchaus mutig und vielleicht auch etwas verrückt. Doch genau dieser Schritt hat vieles verändert.

Nach Sicherheitstrainings und inzwischen über 30.000 gefahrenen Kilometern habe ich nicht nur fahrerisch viel gelernt, sondern auch persönlich wertvolle Erfahrungen gemacht. Motorradfahren bedeutet für mich eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche. Man isst, wenn man Hunger hat. Man trinkt, wenn man Durst hat. Man hält an, wenn ein Ort einen berührt. Für mich als eher rastlosen und oft gedanklich unruhigen Menschen wurde diese Art des Reisens zu einer Form der Meditation.

Während der Fahrt höre ich keine Musik und telefoniere nicht. Die Ruhe, unterbrochen nur vom Wind und den Geräuschen der Straße, hat mich tief beeindruckt. Gleichzeitig erlebt man die Welt intensiver: den Duft von Rapsfeldern oder Wäldern, die salzige Luft am Meer, Kälte, Hitze, Seitenwind, starken Regen oder auch Momente von Unsicherheit und Angst. All das gehört dazu – auf dem Motorrad genauso wie im Leben selbst. Gerade darin liegt eine besondere Chance: sich selbst neu zu begegnen, Grenzen zu spüren und daran zu wachsen.

In den vergangenen Jahren habe ich bereits verschiedene Touren unternommen – unter anderem an die Nordsee, in die Eifel, ins Sauerland, an das Ijsselmeer, nach Österreich, zur Zugspitze und nach Norwegen. Einige dieser Reisen möchte ich nach und nach ausführlicher beschreiben und dokumentieren.

Im Januar 2026 habe ich schließlich den Motorradführerschein der Klasse A gemacht. Nach bestandener Theorieprüfung und vielen intensiven Fahrstunden absolvierte ich Ende April erfolgreich die praktische Prüfung. Seitdem fahre ich eine Yamaha Tracer 7 GT, die sich für mich als Fahranfänger erstaunlich vertraut und gleichzeitig unglaublich faszinierend anfühlt.

Ich möchte euch mitnehmen in dieses Abenteuer Motorradfahren – meine Erfahrungen teilen, schöne Momente festhalten, aber auch Unsicherheiten, Herausforderungen und Ängste offen ansprechen. Motorradfahren bedeutet für mich nicht Perfektion, sondern Entwicklung, Freiheit und echtes Erleben.

Ein großer Traum von mir ist eine Reise über das Baltikum und Finnland bis zum Nordkap – und von dort durch Norwegen wieder zurück. Dieses Ziel möchte ich mir bis spätestens zu meinem 60. Geburtstag im Jahr 2031 erfüllen.

Danke fürs Lesen. Ich freue mich über den Austausch, über Gedanken im Gästebuch und über Menschen, die diese Leidenschaft teilen.

Ich wünsche euch jederzeit eine gute und sichere Fahrt – und immer genügend Abstand zu allen Hindernissen.

Euer Stefan

§1 Schulgesetz NRW:
Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Dieses Recht wird nach Maßgabe dieses Gesetzes gewährleistet.

© 2026 Stefan Ritte Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

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